Nachhaltige Mobilität, Bildung und Engagement im Mittelpunkt
Hoher Besuch an der Max-Hachenburg-Schule (MHS): Staatssekretärin Elke Zimmer vom baden-württembergischen Verkehrsministerium informierte sich über Projekte der Schule rund um Nachhaltigkeit, Bildung und Mobilität. Gemeinsam mit Schulleiter Helmut Frey-Zaby, Vertreterinnen und Vertretern des Schulleitungsteams, des ÖPR, und des Kollegiums tauschten sich Frau Zimmer in mehreren Gesprächsrunden mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern aus.
In der ersten Gesprächsphase stand der Austausch über die vielfältigen Themen der Schule im Mittelpunkt. In einer sogenannten „Themenwolke“ wurden zentrale Schwerpunkte wie Nachhaltigkeit, Berufsorientierung und gesellschaftliche Verantwortung vorgestellt. Staatssekretärin Zimmer zeigte sich dabei fachlich interessiert und beteiligte sich engagiert an den Diskussionen.

Im Anschluss besuchte die Delegation eine Berufskollegklasse mit Spezialisierung Juniorenfirma., die Theorie und Praxis eng miteinander verbindet und damit einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung leistet. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der VABO-Klasse, in der Schülerinnen und Schülern gesellschaftlich integriert werden, zum Beispiel durch eine erhöhte Sprachförderung. Auch hier entwickelte sich ein lebendiger Austausch.

Gegen den 10.00 Uhr begrüßte Schulleiter Frey-Zaby schließlich die Staatssekretärin und zahlreiche Schülerinnen und Schüler in der Aula. Zimmer, die ursprünglich selbst als Handelslehrerin tätig war, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung nachhaltiger Mobilität und würdigte die Teilnahme der Max-Hachenburg-Schule am landesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“.
„Wir wollen, dass der Weg zur Schule möglichst nachhaltig und selbstaktiv zurückgelegt wird“, erklärte sie. Zwar sei die Initiative ursprünglich für Grundschulen gedacht, doch freue sie sich besonders über das Engagement der MHS, da berufliche Schulen bislang nur selten teilgenommen hätten.
Beim Stadtradeln 2025 beteiligten sich landesweit rund 1.300 Schulen mit etwa 70.000 Teilnehmenden und sammelten gemeinsam zehn Millionen Fahrradkilometer. Die MHS trug dazu mit 22 aktiven Radelnden und 2.632 gefahrenen Kilometern bei. Frey-Zaby dankte den Beteiligten MHS‘lern für das sportliche Engagement. Als Anerkennung erhielten die Radfahrer der 2Ki21 (ehemals 1Ki21, da der Wettbewerb letztes Schuljahr stattfand) von Frau Zimmer Sattelüberzüge und Herr Fray-Zaby überreiche eine Spende des Fördervereins über 150 Euro.

Im Anschluss präsentierte Fachlehrerin Sarah Köhler einen Ausschnitt aus dem Schulprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Sie stellte das Engagement der MHS im landesweiten BNE-Schulnetzwerk vor, das sich an den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) orientiert. Als Beispiel nannte sie neben dem Stadtradeln auch geplante Aktionen wie eine Kleidertauschparty. Ziel sei es, künftig noch mehr Mitglieder der Schulgemeinschaft zur Teilnahme zu motivieren.
Abschließend diskutierte Frau Zimmer in einem Podiumsgespräch mit Schülerinnen und Schülern aktuelle Fragen rund um Mobilität, Umweltpolitik und gesellschaftliches Engagement. Themen waren unter anderem die Zukunft des Verbrennungsmotors, steigende ÖPNV-Preise, E-Ladestationen und politische Beteiligung junger Menschen.

Zimmer betonte, dass Baden-Württemberg als „Land des Automobils“ vor großen Herausforderungen stehe, um die Klimaschutzziele zu erreichen. „In fünf Jahren muss jedes zweite Auto klimaneutral sein – die Zukunft ist elektrisch“, sagte sie. Auch bei Fragen zum öffentlichen Nahverkehr nahm sie Stellung und verwies auf bestehende Engpässe im Netz der RNV sowie auf das neue deutschlandweite Jugendticket für 46 Euro im Monat.
Zum Abschluss appellierte die Staatssekretärin an die Schülerinnen und Schüler, sich gesellschaftlich zu engagieren und ihre demokratischen Rechte zu nutzen: „Werden Sie aktiv, nutzen Sie Ihre Stimme und bleiben Sie dabei – es gibt keine einfachen Antworten, aber demokratische Wege.“
Schulleiter Frey-Zaby dankte allen Beteiligten für den offenen Austausch und das Interesse am schulischen Engagement. Zimmer verabschiedete sich mit lobenden Worten und wünschte der MHS weiterhin viel Erfolg bei ihren nachhaltigen Projekten.





